GRAEWE ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2008

Qualität und Sicherheit haben bei allen Verbindungselementen oberste Priorität!
GRAEWE ist sich dieser Verantwortung bewusst: Durch gezielte Lieferantenauswahl, strenge Eingangskontrollen, permanente Fertigungsüberwachung, qualifizierte Mitarbeiter und einen modernen Maschinenpark kann das Familienunternehmen den hohen Qualitätsanspruch gewährleisten.

GRAEWE ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2008. Es werden die Anforderungen nach AD-Merkblatt WO/TRD erfüllt.
Weiterhin kann GRAEWE einen Großteil der Produkte mit dem Übereinstimmungszertifikat (Ü-Zeichen) und CE-Kennzeichen liefern.

Durch ständige Werkstoffprüfungen, Prozessoptimierung und Leistungsverbesserung ist der hohe GRAEWE-Qualitätsstandard auch in Zukunft gesichert.

spezielle Abnahmen:
Auf Kundenwunsch können unsere Artikel bzw. das Vormaterial mit Zeugnissen nach der EN 10204 (2.2, 3.1. etc.) belegt werden. Gesonderte Abnahmen z.B. 3.2.-Zeugnisse sind selbstverständlich auch möglich!

An dieser Stelle möchten wir Ihnen einige wichtige technische Erklärungen zu unseren Produkten geben: Folgende Themen sind z.Z. verfügbar:

Eine Schraube ist ein Bolzen, auf dem ein Gewinde aufgebracht ist. Schrauben dienen als lösbare Verbindung von Bauteilen aller Art. Dazu werden die Gewinde in ein Innengewinde eingedreht, wobei die zusammengefügten Teile gestaucht werden. Die Schraube hält die Bauteile durch eine Klemmverbindung zusammen, sie wird ausschließlich auf Zug beansprucht.

Graewe Tadiv mit Sitz in südosteuropäischen Bosnien fertigt seit mehr als 20 Jahren Schrauben und Kaltformteile für Graewe. Durch die lange erfolgreiche Geschäftsbeziehung hat Graewe sich entschlossen die Partnerschaft zu intensivieren. Nach Umfirmierung im Jahr 2006 steht das Unternehmen nun unter der Leitung der Familie Graewe und fertigt exklusiv für GRAEWE in Deutschland.

Zur Herstellung von Schrauben werden bei Graewe Tadiv zwei verschiedene Verfahren angewendet:

1.Spanende Fertigung

Hierbei wird die Schraube auf modernen CNC-Werkzeugmaschinen aus dem Vollmaterial gedreht. Das Gewinde kann sowohl gestrehlt als auch gewalzt werden. Typische Anwendungsfälle sind kleine Losgrößen und spezielle Anforderungen an die Geometrie und Festigkeit.

2. Kaltumformung

In der Praxis hat sich dieses Verfahren bei Großserien mit kleinen bis mittleren Stauchverhältnissen durchgesetzt. Auf mehrstufigen Schraubenpressen werden Schraubenrohlinge produziert, auf welche das Gewinde aufgewalzt wird. Bei dieser Fertigungsart entsteht kein Materialverschnitt. Graewe Tadiv hat sich hierbei auf einen Bereich bis M 24 und einer Länge bis max. 200 mm spezialisiert, wobei die Länge abhängig vom Durchmesser ist.

Folgende Normschrauben werden bei Graewe Tadiv produziert:

  • DIN EN ISO 4014 (DIN 931)
  • DIN EN ISO 4017 (DIN 933)
  • DIN EN ISO 8675 (DIN 960)
  • DIN EN ISO 8676 (DIN 961)
  • DIN EN ISO 10642 (DIN 7991)
  • DIN EN ISO 4762 (DIN 912)
  • ISO 8100 (DIN 6921)

Umfangreiches Lagerprogramm

Ein großes Lager in Bosnien mit mehr als 10 000 verschiedenen Artikeln, eine flexible Fertigung, sowie leistungsfähige Spediteure garantieren eine zuverlässige und schnelle Lieferung.

Graewe bietet kundenspezifische Lösungen für mechanische Bearbeitungen an kaltverformten Teilen an. Vielfach werden Schrauben oder Kaltformteile benötigt, die eine anschließende Bearbeitung notwendig machen. Ob ein Dehnschaft, eine eingedrehte Nut, eine Splintlochbohrung oder ein geschliffener Schaft, bei Graewe Tadiv werden diese Bearbeitung auf modernsten Fertigungsanlagen realisiert.

Stiftschrauben sind Schaftschrauben ohne Kopf mit Gewinde an beiden Enden. Das eine Gewinde wird als Mutternende, das andere als Einschraubende bezeichnet. Der zwischen den Gewinden liegende Schaft entspricht dem Nenndurchmesser des Gewindes und wird in der Praxis Vollschaft genannt.

Informationen zu Stiftschrauben

Stiftschrauben sind Schaftschrauben ohne Kopf mit Gewinde an beiden Enden. Das eine Gewinde wird als Mutternende, das andere als Einschraubende bezeichnet. Der zwischen den Gewinden liegende Schaft entspricht dem Nenndurchmesser des Gewindes und wird in der Praxis Vollschaft genannt.

Das Einschraubende wird fest in ein Werkstück eingeschraubt und verbleibt dauerhaft darin. Dieses Gewinde wird durch das spezielle Toleranzfeld SK 6 toleriert. Diese Toleranz in Verbindung mit dem Gewindeauslauf sorgt dafür, dass sich die Stiftschraube nur schwer lösen lässt. Die Länge des Einschraubendes wir durch die entsprechenden DIN Normen geregelt und richtet sich nach dem Werkstück in das die Stiftschraube eingeschraubt werden soll.

DIN 835 Einschraubende ~ 2d
DIN 938 Einschraubende ~ 1d
DIN 939 Einschraubende ~ 1,25d
DIN 940 Einschraubende ~ 2,5d

Mit dem Mutternende der Stiftschraube wird das Werkstück mit einem anderen Werkstück verbunden und mit einer Mutter verschraubt.

Diese Art der Verschraubung wird gewählt wenn eine Verbindung häufig gelöst werden muss. Stiftschrauben werden auch eingesetzt, um Werkstücke bei der Montage besser zu fixieren. In diesen Fällen wird meist auf die SK 6 Toleranz verzichtet und die Ausführung ohne Festsitz (FO) gewählt.

Im Hause Graewe fertigen wir Stiftschrauben auf zwei verschiedene Arten:

Als Fließpressteil auf mehrstufigen Schraubenpressen. Dieses Fertigungsverfahren wird für größere Losgrößen und einem Gewinde bis M 24 angewendet.

Als CNC Drehteil, wenn Durchmesser >24 mm gefordert werden und/oder die Losgrößen für die Schraubenpressen nicht wirtschaftlich sind.
Auf unseren CNC Maschinen können wir Stiftschrauben bis M 120 fertigen.

Bei beiden Herstellungsverfahren wird das Gewinde durch Gewindewalzen aufgebracht.

Unser Fertigungsprogramm umfasst Stiftschrauben nach der DIN 835, 938, 939 und 940 in den Festigkeitsklassen 5.6 5.8 8.8 10.9 und 12.9. sowie in rostfrei A 2 und A4. Abnormale Stiftschrauben nach Zeichnung oder Kundenwunsch werden auch in kleinen Losen schnell und kostengünstig gefertigt.

Bis zum Durchmesser M 24 unterhalten wir ein Lager mit ca. 600 to Stiftschrauben nach DIN.

Das Umfangreiche Vormateriallager gewährleistet kurzfristige Lieferzeiten für alle nicht lagergeführten Artikel.

In den letzten Jahren und besonders in der letzten Zeit wurden wir von unseren Kunden immer wieder angesprochen, warum es bei 8.8 und 10.9 Gewindestangen und Stücken so erhebliche Preisunterscheide gebe.

Die Erklärung ist recht simpel:

Für Schrauben und Muttern gibt es eine Norm, die EN 898. In dieser Norm sind unter anderem die Festigkeitsklassen und deren mechanische Eigenschaften geregelt.

Des weiteren legt die Norm EN 898 in Teil 1 Tabelle 2 genau fest, welche chemische Zusammensetzung das Material der Schrauben haben muss. Schrauben der Festigkeitsklassen 8.8, 9.8, 10.9 sowie 12.9 müssen außerdem gehärtet und angelassen sein. Das bedeutet, die Schrauben müssen ein Vergütungsgefüge haben.

Es gibt allerdings Anbieter, die durch Kaltziehen von unvergütetem Stahl die Zugfestigkeit erhöhen und dementsprechend als 8.8 oder höher anbieten und verkaufen.

Dem Kunden wird bewusst ein falsches und fehlerhaftes Produkt verkauft. Selbstverständlich sind diese Schrauben wesentlich günstiger als die, die nach Norm hergestellt werden, da auf die teuere Wärmebehandlung verzichtet wird.

Wir können unsere Kunden vor diesen Praktiken nur warnen, da bis auf die Zugfestigkeit keine, der in der EN 898 definierten mechanischen Werte eingehalten werden. Auch die physikalischen Eigenschaften (Vergütungsgefüge) werden bei diesen Schrauben nicht eingehalten. Der Schadensfall ist vorprogrammiert.

Bei GRAEWE erhalten Sie deshalb grundsätzlich Gewindestangen und Stücke (ab der Festigkeitsklasse 8.8), die aus vergütetem Material hergestellt werden. Diese Stangen sind zwar teurer, entsprechen aber der Norm und geben dem Kunden die Sicherheit ein Qualitätsprodukt zu erwerben.

Das Gewindewalzen auch oftmals als Gewinderollen bezeichnet, ist heute das gängigste Verfahren um Außengewinde herzustellen. Hierbei wird ein entsprechendes Profil im Kaltwalzverfahren auf einen Schraubenrohling gewalzt. Dieses Verfahren ist schnell, kostengünstig und erzeugt eine gleichbleibend hohe Qualität.

moderne Gewinderollmaschine

Die Vorteile des Gewindewalzens sind:

  • erhebliche Festigkeitssteigerung durch Kaltverformung
  • kein unterbrochener Faserverlauf wie bei geschnittenem Gewinde
  • verminderte Kerbempfindlichkeit
  • hohe Maßgenauigkeit
  • presspolierte Flanken
  • höhere Verschleißfestigkeit
  • erhebliche Werkstoffersparnis
  • höhere Korrosionsbeständigkeit
  • keine ausgerissenen Gewindegänge wie beim Schneiden
  • rationelle Fertigung

Dieses Verfahren kann für nahezu alle Gewindeformen angewendet werden. Werkstoffe ab einer Dehnung von ca. 6% und einer Zugfestigkeit von bis zu 1200 N/mm lassen sich verarbeiten. Man muss jedoch anmerken, je niedriger die Bruchdehnung je höher der Werkzeugverschleiß.